Das Altenheim wurde 1994 eröffnet, während der Weltkonferenz zur Einheit des Menschen, die in Kirpal Sagar abgehalten wurde.

Durch die herrschende Armut haben in Indien viele alte Menschen, obwohl sie von ihren Familien geliebt werden, kein angenehmes Leben. So ist das Altenheim jetzt dringend notwendig. Die alten Menschen mit ihrer Lebenserfahrung, werden ihre Ratschläge einbringen können und so wird man sich gegenseitig helfen. Außerdem haben sie bestimmte Berufe erlernt. Wenn sie in der Lage sind, andere anzuleiten, können sie für ungelernte Menschen, die bei dem Projekt mitarbeiten, eine unschätzbare Hilfe sein.

Es wird ihnen möglich sein, sich mit dem Sinn des menschlichen Lebens auseinanderzusetzen, und sogar noch im Alter verstehen zu können, was sie bisher nicht verstehen konnten. Auf diese Weise kann ihr Leben ein friedliches und sanftes Ende finden.

Wer von ihnen selbstlos dienen möchte, hat hier die Möglichkeit dazu. Sie können sich aus den verschiedenen Aktivitäten des Projekts eine Beschäftigung suchen, die ihnen zusagt. So können sie im Dienst am Mitmenschen Erfüllung finden und sorglos leben, in einer Atmosphäre, die ganz auf ihr körperliches und spirituelles Wohlbefinden ausgerichtet ist.


Hier ein Bericht von Dr. Harbhajan Singh über ein betagtes Ehepaar, das im Altenheim lebte:

Sie hatten fünf Kinder, die zwar wohlhabend waren, sich aber nicht um ihre Eltern kümmerten. Einige Zeit später wurde die Mutter krank und wollte ihre Kinder sehen. Sie kamen erst nach zehn Tagen. Die Mutter war in einem sehr bedenklichen Zustand. Als die Kinder kamen, war sie sehr liebevoll zu ihnen, und als diese dann wieder abgefahren waren, verließ sie den Körper. Wir kümmerten uns um ihren Mann und fragten, wo wir den Leichnam seiner Frau hinbringen sollten. Er weinte: "Hätten wir zumindest einen Sohn, der sich um uns kümmert, hätten wir nie den Wunsch gehabt, hierher zu kommen. Wir haben niemanden. Regeln Sie all die Formalitäten für uns."

Entsprechend den Riten (ihrer Religion) wurde ihr Körper verbrannt und dann fuhren wir nach Hardwar, wo ihre Überreste dem Ganges übergeben wurden. Wir fragten die Verwandten: "Möchtet ihr noch etwas?" Sie hatten den Wunsch, dass das Ramaina gelesen werden sollte. Ich stimmte zu und so holten wir vier Leute aus Amritsar, die damit vertraut waren, das Ramaina zu rezitieren. Die Verwandten baten uns, ebenfalls teilzunehmen und so waren wir bei allen Zeremonien dabei. Viele Yogis, Rishis und Munis kamen ebenfalls. Wieder zurück in Amritsar sagten die Verwandten: "Es gibt viele, die über Einheit sprechen, aber wenn ihr Einheit sehen wollt, fahrt nach Kirpal Sagar." So wurde Sant Kirpal Singhs Lehre und der Name Kirpal Sagar überall bekannt.

Den, den niemand haben will, Sant Kirpal Singh Selbst will ihn. Er sagte: "Gut, wenn niemand ihn will, ich will ihn." Wer hilflos ist, dem hilft die Gotteskraft.
 

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Wir unterscheiden hier nicht zwischen jung oder alt. Wir sehen alle Menschen von der Ebene der Seele aus, und von der Seele aus betrachtet haben wir Liebe für einander.

Dr Harbhajan Singh

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